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FAQs - Häufig gestellte Fragen zur Kita-Arbeit

Der Staat übernimmt bei Elterninitiativen fast 100% der benötigten finanziellen Mittel - das macht die Gründung und den Betrieb einer christlichen Kindertagesstätte so einfach. Allerdings ist die Lage in jedem Bundesland etwas anders.

Grundsätzlich gilt die Formel:

  1. Staatszuschuss: je nach Land zwischen 60 und 85 % der (Gesamt-) Kosten - das ist gesetzliche PFLICHT.
  2. Elternbeitrag: 15 - 20%
  3. Spenden: 1 - 5%
  4. Kommunaler Zuschuss: Rest (muss in vielen Bundesländern verhandelt werden).

Weil die Kommunen dazu verpflichtet sind - allerdings je nach Bundesland unterschiedlich.

Grundsätzlich gilt aber: Als Kita-Gründer tun Sie der Kommune (Bürgermeister) mit der Gründung einer Kindertagesstätte einen großen Gefallen (Sie helfen, den Rechtsanspruch für Kinderbetreuung zu erfüllen oder, falls er schon zahlenmäßig erfüllt sein sollte, den Eltern mehr Auswahl zu geben).

Deshalb sind Sie ein Partner und kein Bittsteller und haben Anspruch auf mindestens die gleiche Förderung, wie sie eine kommunale Kindertagesstätte hat oder hätte.

Allerdings werden Sie als neuer Anbieter Konkurrent bestehender Kitas... und das macht nicht immer Freunde...

Für eine Kita benötigt man eine Betriebsgenehmigung (in den meisten Bundesländern vom Landesjugendamt oder von vergleichbaren Landesbehörden). Diese wird erteilt, wenn ein geeignets pädagogisches Konzept vorliegt die Räume die speziellen Bedingungen für Kinderbetreuung erfüllen (Raumhöhe, Fläche entsprechend Kinderzahl, Zahl der Toiletten etc.) und der Träger ausreichend pädagogisch qualifiziertes Personal nachweisen kann.

Zuvor müssen die Räume u.a. vom Bauamt abgenommen worden sein. Um in einem Altbau eine Kita zu starten, muss man über einen Architekten einen Nutzungsänderungsantrag einreichen, je nach Umbauten sogar einen Bauantrag. Im Falle eines Neubaues ist ein Bauantrag unumgänglich.

Wo finde ich Informationen zur aktuellen Gesetzeslage? In unserem Downloadbereich finden Sie in Kürze alle Landesgesetze und Verordnungen.

Beginnen Sie mit einem Mutter-Kind-Spielkreis/Krabbelgruppe o.ä. Oder (dann) einen Verein gründen.

Wichtig ist bei Ihren ersten Gesprächen mit Behörden etc., daß Sie deutlich machen können, daß es wirklich einen entsprechenden Bedarf gibt (Namenslisten, Vereinsmitglieder etc.).

Wichtig ist, daß Sie glaubhaft machen können, daß Bedarf für Ihr geplantes Angebot einer Kinderkrippe mit dieser Form der Betreuung vorhanden ist – am besten eine entsprechende Liste von Eltern, besser entsprechende schriftliche Erklärungen von Eltern, noch besser einen Verein (Elterninitiative) mit vielen Mitgliedern und schriftliche Erklärungen von Eltern, daß sie ihre Kinder bei ihnen betreuen wollen – und zwar

  • in einer Elterninitiative
  • überkonfessionell
  • und naturverbunden.

Es ist wichtig, dass Sie diese (und evt. andere) Unterschiede zu bestehenden Kindergärten ganz deutlich machen, denn damit sind Sie etwas anderes und besonderes, und das muss nach § 5 des Sozialgesetzbuch VIII von der Kommune akzeptiert und mit finanzieller Förderung belohnt werden.

§ 5 SGB VIII  ist eindeutig:

(1) ... Die Leistungsberechtigten haben das Recht, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Träger zu wählen und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe zu äußern. Sie sind auf dieses Recht hinzuweisen.
(2) Der Wahl und den Wünschen soll entsprochen werden, sofern dies nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist.

Dieser § 5 SGB VIII gibt den Eltern das starke Recht, die ART bzw. PRÄGUNG der Betreuung ihrer Kinder frei zu bestimmen. Selbst wenn es genügend Kita-Plätze gäbe, aber die Eltern eine christliche Betreuungsform wünschen, dann muss das (selbst bei etwas höheren Kosten) erfüllt werden!

Wenn es ringsum keinen freien Träger mit Kita gibt, haben Sie beste Chancen!
Aber selbst, wenn es bei Ihnen schon kirchliche Kindergärten gibt, werden Sie es mit einem anders pointierten Konzept (überkonfessionell, Elterninitiative) schaffen!

Wenn sie viel Geld hat – dann kann man darüber nachdenken! Obwohl es nicht zu den ureigensten Begabungen (oder Studienschwerpunkten) von Pfarrern gehört, Kitas zu leiten. Eine Elterninitiative hat viele Vorteile: sie wird vom Staat automatisch als „arm“ angesehen und mit dem Höchstsatz bezuschußt. Und sie mobilisiert Eltern für ihre Kinder und hält sie in der Verantwortung – und das ist wichtig, denn die beste Kita kann das Elternhaus nicht ersetzen.

  • Gehälter für erfahrene Erzieherinnen und Erzieher
  • Kosten für Fortbildung, Supervision, Qualitätsevaluierung etc.
  • Raummiete (mit allen Nebenkosten)
  • pädagogisches Material und anderer „Kleinkram“
  • Verwaltungskosten

Diese Kosten erhalten Sie über die staatlichen Betriebskostenzuschüsse und über Elternbeiträge ersetzt!

Wenn der Landkreis bzw. die kreisfreie Stadt Sie in die „Bedarfsplanung“ aufnimmt (das muss sie tun, wenn Sie den entsprechenden Bedarf nachweisen), erhalten Sie mindestens den im Landes-Gesetz vorgesehenen Finanzierungsanteil von Kreis und Kommune.
Die jeweiligen Landes-Gesetze finden Sie in Kürze in unserem Download-Bereich.
Die Kommune sollte Ihnen aber mehr geben – eigentlich ist es gerecht, wenn Sie pro Kind genauso viel erhalten wie die städtischen Kindergärten für Kinder im vergleichbaren Alter.
Insgesamt kommen Sie, je nach Bundesland, fast immer auf fast 100% der entstehenden Kosten - Ihre Kita finanziert sich also fast selbst, aus staatlichen Betriebszuschüssen und den Elternbeiträgen!

Zusätzlich gibt es für die baulichen Investitionen Zuschüsse vom Bund und von den Ländern!

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