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Christliche Bildungseinrichtungen in Deutschland


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Was Martin Luther christlichen Schulen zu sagen hat

„Der Welt die (Denker)Stirn bieten!“

Eine Bildungsreise der VEBS...

Aktuelles

13.06.2017

Was Martin Luther christlichen Schulen zu sagen hat

„Der Welt die (Denker)Stirn bieten!“

Eine Bildungsreise der VEBS ließ sich von Luthers Bildungsgedanken inspirieren

Aus fünf Bundesländern fanden über 20 Pädagogen und Schulleiter christlicher Schulen in Mitteldeutschland zusammen, um sich auf auf Luthers Spuren zu fragen, was christliche Schule im Kern ausmacht. Zu einer Bildungsreise auf die Wartburg und nach Weimar hatte der Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) eingeladen. Titel der viertägigen Reise lautete: „Erbe und Auftrag der Reformation für christliche Schule heute.“

 

Luther sieht für christliche Schule zwei Ziele, so Sebastian Engelhardt in einem Auftaktreferat. Das eine ist vertikal, nämlich auf Gott, das andere horizontal, auf die Gesellschaft ausgerichtet. „Wo sonst als aus christlicher Schule sollen Theologen, Pastoren, Leiterpersönlichkeiten herkommen?“ fragt er in einem Schreiben an die Ratsherren, nachdem die Klöster und Stifte als einzigste Bildungsinstitutionen in der Reformation in eine Krise geraten. Auf der horizontalen Ebene sind in seinen Augen christliche Schulen  für den Erhalt einer friedlichen und erfolgreichen Gesellschaft unerlässlich. Christliche Bildung dient dem Erhalt der gesellschaftlichen Ordnung, des Friedens, der Solidarität und Gemeinschaft. So versichert er dem Adel: „Das ist einer Stadt bestes und allerreichstes Gedeihen, Heil und Kraft, dass sie viele feine, gelehrte , vernünftige, ehrbare, wohlerzogene Bürger hat.“  Luther beschreibt gar Bildungsinhalte: Er will, dass die Schüler  Bibelkenntnis erwerben, sich in alten Sprachen erproben, gute Bücher lesen. Er will in der christlichen Schule Denker ausgebildet sehen, solche, „die der Welt die (Denker)Stirn“ bieten. Schon damals betrübt ihn die Gleichgültigkeit, mit der Bildung gedacht wird. „Man fürcht sich vor Türken und Kriegen und Wassern, denn da verstehet man, was Schaden und Nutzen sei. Aber was hie der Teufel im Sinn hat, siehet niemand, fürcht auch niemand, gehet still herein. […]

 

Christliche Bildung: nicht verschämt sein

Bei Exkursionen zu originären Stätten der Weimarer Klassik, aber auch zum KZ Buchenwald, während Ausflügen auf die Wartburg oder ins Lutherhaus konnten die Pädagogen Unterrichtsalltag reflektieren und sich ihrer Berufung, Lehrer an einer christlichen Schule zu sein, neu vergewissern.  „Wir sollten die Spielräume, die uns in der Arbeit mit dem Curriculum erlaubt sind, nicht verschämt, sondern unverschämt nutzen,“ so Dr. Susanne Roßkopf, die eine Dissertation zu den Bekenntnisschulen verfasst hat. „Denn wer die Schule hat, hat die Zukunft“, ermutigte sie. In zwei Vorträgen über „Moderne Pädagogik – die 68er und ihre Folgen“ erläuterte sie, wo eine Schulbildung landet, wenn sie die Autonomie des Menschen verabsolutiert.

 

Christus ist die Mitte

„Wie der Mensch denkt, so handelt er,“ war eine Aussage, die einem Input von Michael Hageböck vorangestellt war und den „Humanismus und Aufklärung im Unterricht“ reflektierte. Darin wurde deutlich, wie Pädagogik jeweils dem Zeitgeist der jeweiligen Epoche unterworfen ist und davon befreit werden muss. Da, wo der Referenzpunkt, Jesus Christus fehlt, verschiebt sich alles, beginnen die Ideologismen zu wirken und christliche Bildung zu verunmöglichen. Deshalb gelte es, Welt- und Menschenbilder kritisch zu prüfen und der Heiligen Schrift gegenüberzustellen: „Christliche Bildung heißt, Christus ist unsere Mitte.“

 

Die drei genannten Referenten sind Gymnasiallehrer an den Bekenntnisschule Lörrach, Freiburg und Karlsruhe

 

 

 

Zitat:

„O wie ungleich verfahren wir mit dem armen jungen Haufen, der uns befohlen ist, ihn zu regieren und zu unterweisen, und schwere Rechnung dafür muss gegeben werden, dass wir ihnen das Wort Gottes nicht vorlegen. […] Wo die Heilige Schrift nicht regiert, da rate ich fürwahr niemand, dass er sein Kind hintue. […] Es muss verderben alles, was nicht Gottes Wort ohne Unterlass treibt. […] Die hohen Schulen sollen erziehen eitel hochverständige Leute in der Schrift, die da möchten Bischöfe und Pfarrherrn werden, an der Spitze stehen wider Ketzer und Teufel und alle Welt.

Aber wo findet man das? […] Ich habe große Sorge, die hohen Schulen sind große Pforten der Hölle, wenn sie nicht emsig die Heilige Schrift üben und treiben in das junge Volk.“

(Luther, An den Adel …)

 

 

Kontakt:

 

Sebastian Engelhardt

Tel.: +49 (0)7621 940948-145

Tel.: +49 (0)7621 940948-0

sebastian.engelhardt@fesloe.de

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