Aktion
"Ohne Sprit fahr ich mit"

 

Unterwegs im Discosound

Die Aktion "Ohne Sprit fahr ich mit" ist ein Modellprojekt des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, in welches mehrere Berufsschulen in verschiedenen Kreisen mit einbezogen wurden.

Projektziele sind, das Unfallrisiko in der Altersgruppe der 18- bis 25-iährigen zu verringern, die Alkohol- und Drogenprävention zu berücksichtigen, das Cliquen- und Freizeitverhalten als Auslöser für riskantes Fahren einzubeziehen und Jugendliche beim Entwickeln und Ausprobieren von Lösungen aktiv zu beteiligen. Diese Projektziele fuhren zu dem wichtigsten Leitziel der Aktion, nämlich die Jugendlichen zu motivieren, ihren Fahrstil kritisch zu überprüfen, in Gefahrensituationen eigene Lösungen zu finden und in Zukunft sensibel auf Alkoholkonsum und Autofahren zu achten.

Das Projekt ist in drei Teile gegliedert: Die Arbeit am Fahrsimulator das informelle Gespräch zwischen Moderatoren und Teilnehmern der Aktion, sowie die (aktive) Teilnahme am Sicherheitstraining der Verkehrswacht.

Der DST-Fahrsimulator wird an einer zentralen Stelle der Schule platziert, um möglichst vielen Schülern zu zeigen, dass etwas "besonderes" stattfindet, sowie zu dem Thema Autofahren und Suchtmittelkonsum hinführen zu können.

Der Simulator wird ständig von einem Moderator betreut, der den Teilnehmern der Aktion Tipps und Informationen zu den Themen Sitzposition, Fahrzeugbeherrschung, Reaktionsverhalten und Alkohol am Steuer gibt. Jeder Teilnehmer sollte nach Möglichkeit zwei Fahrten auf dem Simulator "fahren" um den Unterschied zwischen einer Fahrt ohne Alkohol und der Fahrt unter Alkohol und deren Auswirkungen (wie z.B. Tunnelblick, verlangsamtes Reaktionsvermögen und damit verlängerter Bremsweg) zu erleben. Ausgangspunkt für das informelle Gespräch zwischen Moderator und Teilnehmern sind die Erfahrungen der Schüler am Fahrsimulator, von denen dann in den 2-stündigen Gesprächen auf Themen wie Freizeitmobilität, riskantes Fahren und Suchtmittelkonsum übergeleitet wird. Das PKW-Sicherheitstraining, das wiederum von Moderatoren der Verkehrswachten durchgeführt wird, knüpft an das informelle Gespräch an und geht speziell auf die Situation der angesprochenen Altersgruppe ein. Nicht die perfekte Fahrzeugbeherrschung ist das Ziel, sondern die ungefährliche Erfahrung riskanter Situationen und das gemeinsame Finden von Vermeidungsstrategien. Gefahrenbremsungen auf unterschiedlich beschaffenem Untergrund, Bremsen und Ausweichen in unterschiedlichen Situationen und eine simulierte "Discofahrt" sind Kernpunkte dieses dritten Teils der Aktion.

Kernpunkt bei der Bearbeitung des Themas ist nicht das riskante Fahrverhalten, sondern das Freizeitverhalten und die regionale Situation der Teilnehmer im überwiegend ländlichen Raum. Nicht die Auswirkungen von riskantem Fahren und von Alkoholkonsum stehen also im Vordergrund, sondern die Ursachen dieses Verhaltens und die partnerschaftliche Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Dabei behalten die Teilnehmer ihren Status als verantwortliche Verkehrsteilnehmer und Experten für die Situation von jungen Fahrern.
Das Erlebnis im Fahrsimulator mit Alkoholprogramm, die Erfahrungen von Mobilität in der Freizeit und die Erkenntnisse im Sicherheitstraining gestalten diesen Ansatz stark erlebnisorientiert im Gegensatz zur reinen kognitiven Wissensvermittlung.

 

Info: Schule-begleitet-Fahren.de
Zuschüsse: durch das Verkehrsministerium und teilweise durch die Landratsämter und/oder Berufsgenossenschaften
   

 


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