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Führerschein
zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Zur Zeit besitzen ca. 67 % der 18 -19jährigen
den Führerschein der Klasse B . Bei den 23 - 24jährigen waren
es 89 % (Tendenz noch steigend) |
| 2. |
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Die
(Auto‑)Mobilität ist zum jugendlichen Standard geworden.
Insbesondere gegenüber Gleichaltrigen besteht für
Jugendliche ein starker Druck, durch Verfügbarkeit über ein
Fahrzeug und "fahrerisches Können" einen
entsprechenden sozialen Status einzunehmen. |
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Die
Disco als "Jugend-Institution": |
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In
Deutschland gibt es ca. 10.000 Discotheken. |
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Bei
Jugendlichen ist ein anhaltender Trend zu konsumorientierten,
kommerzialisierbaren Freizeitbeschäftigungen ausschlaggebend
für den Discoboom. Bereits 1979 betrug der Jahresumsatz der BRD
etwa acht Milliarden Mark. |
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Disco
als Freiraum jugendlicher Selbstverwirklichung: |
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Hier
kann über den Konsens mit Gleichaltrigen und Gleichgesinnten
(peer groups) die notwendige Abgrenzung zur Erwachsenenwelt
demonstriert werden |
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Hier
ist oft der Ort der ersten Partnersuche. |
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Hier
werden Besonderheiten jugendlicher Gruppenstile nicht nur
toleriert; vielmehr sind sie erwünschter Gegenstand
kommerzieller Interessen |
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Hier
bieten sich vielfältige Kanäle zum Ausleben jugendlicher
"Power" und ein Forum zur Selbstbestätigung. |
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| 5. |
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Alkoholgenuss
und "Disco - Kultur": |
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Ein
zentraler Bestandteil der "Discokultur" ist der Genuss
von alkoholischen Getränken. Damit werden hier verschiedene
jugendspezifische Funktionen verbunden. |
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Ein
leichter, stimmungsvoller Rausch soll zur Kompensation
frustrierender Alltagserfahrungen beitragen. Dazu tragen erhöhte
Preise für nichtalkoholische Getränke bei oder alkoholfreie
Drinks sind oft nur mit "Schuss" zu haben. |
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Wegen
der enormen Lautstärke der Discomusik sind kaum normale Gespräche
möglich. Körperkontakt beim Tanzen ist verpönt. Somit stellt
das Trinken eine ritualisierte Form der gleich‑ und
gegengeschlechtlichen Kommunikation dar. |
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Trinken
bietet ferner die Möglichkeit, mit Geld zu prahlen -
"Runden -Schmeißen" und durch Großzügigkeit zu
imponieren, was den sozialen Status in der Gleichaltrigen-Gruppe
hebt. |
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Volltrunkenheit
ist verpönt. |
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| 6. |
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Discofrust
und dessen Kompensation: |
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Jugendliche
Jugendliche verbinden mit dem Discobesuch hohe Erwartungen, die
aus folgenden Gründen häufig nicht erfüllt werden und dann zu
Frust führen: |
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Geldmangel und Nichtbeherrschung subkultureller
"Spielregeln" (Outfit, Cool
ness, Sprüche, sicheres Auftreten etc. |
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Der erste Anlauf scheitert schon beim Türsteher |
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- Unfähigkeit
vieler Discofans zu aufgeschobener Befriedigung ("ich will
alles
und zwar sofort !"). |
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Kompensation
des Frusts und erhöhtes Risiko durch |
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- Erhöhten
Alkoholkonsum (und Drogen)
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Ausagieren von Aggressionen, z.B. beim anschließenden
Autofahren |
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- Der
"Laden" wird verlassen und der nächste angesteuert.
So werden häufig
große Strecken unter erhöhtem Risiko zurückgelegt. |
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Besondere
Risikofaktoren bei Disco-Unfällen |
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Erhöhte
Blutalkoholkonzentration (BAK) bei Heimfahrten. Zwei von drei
Unfall Fahrern hatten dabei durchschnittlich 1,4 %o
BAK. |
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80 %
der Discounfälle ereigneten seich bei Heim‑ und
Pendelfahrten in den frühen Morgenstunden. Ganz besonders hoch
ist das Risiko an den Wochenenden. Übermüdung: Zum Zeitpunkt
des Unfalles waren die beteiligten Fahrer durchschnittlich
17,8 Stunden wach. |
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Fast
die Hälfte (45,8%) der Unfälle wurde von Fahranfängern
begangen. |
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Überbesetzte
Fahrzeuge: Durchschnittlich waren die Unfallfahrzeuge mit 4,3
Personen besetzt. Das heißt, dass häufig wesentlich mehr als
die zulässige Personenzahl im Fahrzeug waren. Daraus folgt: |
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Der Fahrer war abgelenkt - Laute Musik - Bombenstimmung an
Bord |
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Die Fahrphysik der überladenen Fahrzeuge überfordert den
Lenker |
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Die Rückhaltesysteme konnten kaum genutzt werden |
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jugendspezifische
"Extramotive" bei den Fahrertypen
("Action‑", "Fan‑" und
"Kontra Typ") wie: thrill, Sensationslust,
Selbsttestung, Imponierverhalten. Diese Typengruppen sind
zugleich auch diejenigen mit dem höchsten Alkoholkonsum. |
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