Vorwort

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Mobilität mit ihren Erscheinungsformen und Ursachen stellt eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. In einer globalisierten und zunehmend arbeitsteiligen Welt ist sie eine ganz wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes, für die persönliche Lebensqualität und das gemeinschaftliche Zusammenleben. Mobilität spricht von Bewegung und Beweglichkeit. Nachhaltigkeit spricht hingegen vom Halt, der Zusammenfassung von Beweglichkeit. In Bildungsprozessen geht es genau darum: aus Bewegung und Halt eine Haltung zu machen, aus der Nachhaltigkeit entstehen kann. Dauerhaft kann die Mobilität nur gesichert werden, wenn sie Umwelt und Klima immer weniger belastet und sie immer weniger endliche Ressourcen verbraucht. Mehr als alle anderen Bereiche verlangt dabei der Straßenverkehr von allen Beteiligten verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Verhalten. Die zunehmende Motorisierung, insbesondere der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, stellt uns, als die Verantwortlichen für Bildung und Erziehung, dabei vor eine ganze Reihe neuer Herausforderungen.

 

Erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit verlangt einen breiten Lösungsansatz, der alle Regelgrößen im Regelkreis der Mobilität „Fahrer - Fahrzeug - Verkehrsraum“ einbezieht. Dabei leiten sich die Schwerpunkte der Maßnahmen aus den Unfallanalysen ab. Bei den älteren Schülerinnen und Schülern, die aktiv als Moped-, Motorrad- oder Autofahrer am Straßenverkehr teilnehmen, weist das alltägliche Unfallgeschehen eine erschreckende und traurige Bilanz auf. Vor diesem Hintergrund haben wir die Initiativen zur schulischen Verkehrserziehung auch in dieser Altersgruppe verstärkt.

 

An allen beruflichen Schulen gibt es Beauftragte für Verkehrserziehung, deren besondere Aufgaben im Bereich der Koordination und Information liegen. In einer Zeit, in der gerade die beruflichen Schulen durch aktuelle bildungspolitische Entwicklungen ständig vor neue Aufgaben gestellt werden, ist die Übernahme einer zusätzlichen Verantwortung als Beauftragte oder Beauftragter für Verkehrserziehung eine besondere Herausforderung. Ich möchte daher an dieser Stelle allen, die sich zur Übernahme dieses Amtes bereit erklärt haben, meinen ganz herzlichen Dank aussprechen.

 

Dieser Internetauftritt wurde von einer engagierten Arbeitsgruppe nach aktuellen inhaltlichen und pädagogischen Gesichtspunkten in Zusammenarbeit mit Vertretern der Landesverkehrswacht und der Verkehrspolizei erstellt und soll Ihnen für die Verkehrserziehung an beruflichen Schulen beziehungsweise für das Thema Verkehr und Mobilität praktische und sinnvolle Unterstützung geben.

 

Für Ihre Arbeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

 

 

Helmut Rau MdL

Minister für Kultus, Jugend und Sport

Baden-Württemberg

 

 

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